Bergdorf LiebesGrün – Entspannung im Sauerland

Sauerland, mein Herz schlägt für das Sauerland,
begrabt mich mal am Lennestrand.
Wo die Misthaufen qualmen, da gibt’s keine Palmen.

Das langsame Dorf

Im sauerländischen Schmallenberg liegt das Bergdorf LiebesGrün. Zehn Holzhäuser, die „das langsame Dorf“ bilden, wie es in der Handweiser Hütte, der Restauranthütte, steht. Der Mann und ich brauchten eine kleine Auszeit, langsam kam uns da gelegen. Außerdem bot das Sauerland Gelegenheit, die vor sich hin staubenden Wanderschuhe zu nutzen.

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Das Sauerland ist nicht unbedingt die Berchtesgadener Bergwelt, dafür aber auch deutlich schneller zu erreichen – knapp zwei Stunden haben wir aus dem Ruhrgebiet gebraucht. Da lohnt sich auch ein (verlängertes) Wochenende.

Geräumige Hütte mit Wellnessbad

Nach dem Betreten „unserer“ Hütte überlegen wir kurz, ob wir einfach hier bleiben. Geräumig genug wäre es. In jeder Hütte sind zwei Schlafzimmer mit Doppelbetten, eines mit einem Etagenbett und zwei Badezimmer. Das Badezimmer im oberen Stockwerk bietet nicht nur (in unserem Fall) einen schöne Panoramablick auf Bäume, sondern außerdem eine Badewanne und eine Infrarotwärmekabine. Bachkieselduschen gibt es in beiden Bädern.

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Damit das leibliche Wohl in keinem Fall zu kurz kommt, ist der Kühlschrank im Küchenblock mit diversen Getränken bestückt und neben Geschirr sind auch Pfanne, Topf und Wasserkessel vorhanden. Selber kochen muss man aber nicht, in der Hüttenmiete ist Halbpension enthalten. Außerdem ist auch ein Korb Kaminholz inklusive – den machen wir aber die ganze Zeit nicht an, weil es zu warm ist.

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Dafür nutzen wir die doppelbettgroße Liegewiese vor dem Fernseher – ist schliesslich EM und da muss man ausnutzen, dass hier (im Gegensatz zu zuhause) ein Fernseher vorhanden ist.

Mainzelmännchen bringen Frühstück

Morgens wird um 8 Uhr kurz geklopft und dann eine Weinkiste mit dem Frühstück auf den Küchenblock gestellt.

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Über den Inhalt muss man sich für den ersten Tag gar keine Gedanken machen, für die nächsten Frühstücke füllt man dann einfach einen Zettel aus, was man gerne hätte. Kaffee und Tee sind immer in der Hütte und müssen selber gekocht werden, Eier werden auch roh angeliefert. Wir fanden das sehr gut, so konnte man sich das Ei so kochen, wie man es mag. Während die Hütte sauber gemacht wird, wird auch das Frühstücksgeschirr gespült. Wer – wie wir – nachmittags gerne einen Kaffee auf der Terrasse trinkt, der findet sämtliche Spülutensilien zum selber spülen.

Nachschlag inklusive

Abends wird in der „Handweiser Hütte“ ein wechselndes Drei-Gänge-Menü serviert. Sehr schön: Bei der vegetarischen Variante wird lediglich das Fleisch (was teilweise Bio ist) ersetzt, der Rest des Menüs ist gleich. Ebenfalls schön: Den täglich wechselnden Aperitif gibt es auch in einer alkoholfreien Variante und die Weinempfehlung des Tages kann in 0,1 ml, 0,2 ml und Flasche geordert werden. Von dem Angebot, vom Hauptgang Nachschlag zu bekommen, haben wir nicht Gebrauch gemacht. Nicht etwa, weil es nicht geschmeckt hat, sondern, weil es gute Portionen sind. Geschmeckt hat es tatsächlich sehr gut.

Sockenkauf statt Elektrobike

Damit die gegessenen Kalorien gar nicht erst eine Chance haben, sich einzunisten, haben wir für den ersten Tag ebikes reserviert. Nach einem Blick auf die Wettervorhersage und eine Unwetterwarnung haben wir sie allerdings wieder abbestellt, was noch am Morgen ohne Probleme möglich war. Dafür sind wir nach Schmallenberg gelaufen, haben den Holzerlebnisparcour absolviert und im Falke-Outlet Socken gekauft.

EIn Holzxylophon auf dem Holzerlebnispark

EIn Holzxylophon auf dem Holzerlebnispark

Schmallenberg ist eine sehr hübsche Stadt, in der an vielen Ecken in der Stadt Statuen aufgestellt sind, die auf Ereignisse in der Geschichte Schmallenbergs hinweisen. Und schlechtes Wetter ist im Bergdorf auch kein Problem – wofür hat man einen eigenen Wellnessbereich?

Wisentpfad ohne Wisente

Die mitgebrachten Wanderschuhe wurden bei einer Wanderung auf dem Wisentpfad reaktiviert. Eine sehr schöne Tour, bei der wir genau zwei andere Wanderer getroffen haben. Wisente haben wir auf der Tour nicht gesehen, sind aber auch nicht ins Wisentgehege gegangen, weil es plötzlich sehr schüttete.

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An der Ausschilderung müsste man noch ein bisschen etwas optimieren – trotz GPX-Datei auf dem Handy haben wir ab und an gezweifelt, ob wir richtig sind. Zum Glück sind die „Einheimischen“ sehr nett und weisen von sich aus den Weg.

Nette Menschen

Nett sind auch die Menschen, die einen im Bergdorf umgeben. Ob die Besitzer, die Dame an der Rezeption oder die Bedienungen im Restaurant, alle sind sehr nett, aufmerksam und interessiert, einem jeden Wunsch von den Augen abzulesen.

Kennt jeder

Von zehn Menschen, denen wir erzählt haben, dass wir ins „LiebesGrün“ fahren, kannten sieben das Bergdorf. Keiner war allerdings jemals da gewesen. Das sollte man ändern: Wir haben uns hervorragend erholt, was nicht zuletzt an der wunderbaren Luft, der Ruhe und dem guten Essen gelegen hat. Für den Bergurlaub darf es in Zukunft auch mal Sauerland statt Berchtesgadener Land sein. (Jetzt wird es wahrscheinlich noch schwieriger, eine Hütte zu ergattern …)

Liebesgrün, Lenninghof 26, 57392 Schmallenberg

Der Mann und ich haben unseren Aufenthalt selber gebucht und bezahlt.

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