Am 19. Februar (20 Uhr) gastiert die mexikanisch-amerikanische Singer/Songwriterin Tish Hinojosa in der Alten Bahnhofshalle am S-Bhf Friedenau (Bahnhofsstraße 4a-d). Begleitet wird sie von Uli Rademacher (Gitarre/Mundharmonika).
Die musikalische Grenzgängerin hat in ihren Alben seit Mitte der 80er Jahre Folk, Country und Americana miteinander vermischt und zu einem eigenen Stil verarbeitet. Alle Höhen und Tiefen einer Karriere hat sie dabei erfahren. Auf der Höhe ihrer Popularität sang sie 1996 bei der Eröffnung der Olympischen Spiele in Atlanta. Weil der nachhaltige kommerzielle Erfolg ausblieb, verlor sie ihren Plattenvertrag bei Warner und besonn sich wieder ihrer Wurzeln und der Fähigkeit, Geschichten mit sozialem Hintergrund in ihren zerbrechlich-anmutenden Songs zu erzählen. Nach wie vor gelten ihre beiden Alben “Homeland” (1989) und “Culture Swing” (1990) als Meilensteine des Americana. Auch wenn es in den letzten Jahren ruhiger um die zurückhaltende und sensitive Sängerin geworden ist, hat sie weiterhin ansprechende Alben aufgenommen. Dies gilt für ihr 2008 aufgenommenes Album “Our Little Planet” ebenso wie für ”A Heart Wide Open” von 2005, auf dem Aufnahmen von 1998 bis 2004 versammelt sind. Dass sie lange Zeit Teil der lebendigen Musikszene von Austin, Texas war, zeigen die Gastauftritte von Ray Benson (Asleep At The Wheel) und Cindy Cashdollar an der traumhaften Lapsteel Guitar.
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Etta James, die großartige Soul- und Bluessängerin, ist vor drei Tagen, am 20. Januar, gestorben. Auf einen Nachruf wird hier verzichtet, vielmehr soll an dieser Stelle auf ihr epochemachendes Album “At Last!” von 1961 hingewiesen werden, das sie bei Chess Records in Chicago aufnahm. Die unglaubliche Intensität des Albums, ihre Stimmgewalt, die Qualität der Songs und die intime Atmosphäre sind Kennzeichen dieses Ausnahmealbums. Für die, die mehr über Etta James und Chess Records in Chicago erfahren möchten, dem sei das Buch von Nadine Cohodas “Wie Chess den Blues vergoldete. Die Geschichte der Brüder Chess und ihrer legendären Plattenfirma” (Spinning Blues Into Gold – The Chess Brothers and the Legendary Chess Records”) empfohlen. Einen guten Einstieg und Überblick bietet auch die Kompilation “Chess Blues Classics” (Chess MCA, 1997), auf der neben Howlin’ Wolf, Little Walter, Muddy Waters , Buddy Guy, John Lee Hooker auch Etta James mit dem atemberaubenden “I’d Rather Go Blind” vertreten ist. Und der Film “Cadillac Records” aus dem Jahr 2008 mit Beyoncé Knowles als Etta James. Das Magazin “Uncut” hat dem Film seinerzeit vier Sterne gegeben.




