Trific, Hamburg

Der Knoblauch kommt. Von dem Knoblauch wusste ich schon, Isabel hat darüber geschrieben, wie sie von dem Knoblauch einen Kater bekam. Ich trinke also ausreichend von dem Wasser – „Hamburger Rohperle“, aus dem Hahn, gefiltert und in eine schöne Flasche abgefüllt. Das wiederum weiß ich von „Was machen die da“, geschrieben von Isabel nach dem Knoblauch-Kater.

Trific - Schöner Blogt

Ich fotografiere den Knoblauch und poste das viel zu dunkle Bild mit einem Gruß an Isabel auf Facebook. Der Mann meckert ein bisschen, weil das Bild so dunkel ist. Das ist aber auch das einzige, weshalb wir Grund zum meckern haben. Am Nebentisch sitzt eine Frau, mit der der Mann in den letzten beiden Tagen beruflich zu tun hatte, sie führt anscheinend mit ihrem Freund/Mann ihre Mutter aus. Der Mann und sie haben nicht über das Trific gesprochen, nur über den Koreaner, wo wir zwei Tage vorher waren, beide waren sich einig, dass der spitze ist. Also sitzen wir hier vermutlich auch nicht falsch.

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Von unserem Tisch im goldigen Untergeschoss schauen wir aufs Wasser des Fleets, alles ist schön angeleuchtet und in der Fensternische stehen ein paar Fotos. Wir rätseln, ob das jetzt Vater, Mutter oder sonst wer von Oliver Trific ist und mögen beide ein Bild von zwei Frauen im Badeoutfit, vermutlich aus den 50er Jahren.

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Als Aperitif nehme ich den Earl Grey Gin and Tonic, weil der mir bei der Kochherausforderung so misslungen ist und ich wissen möchte, ob der auch schmecken kann. Tut er, allerdings erst nach dem dritten Schluck.

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Ich wähle Vitello Heilbutt als Vorspeise, irgendwo habe ich gelesen, dass das toll ist. Ist es auch. Dem Mann schmeckt seine Kürbissuppe auch. Vorspeise schon mal gelungen.

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Mit dem Warten auf den Hauptgang füllen sich die Tische. Man sollte reservieren, wenn man hier am Wochenende essen möchte (vielleicht auch in der Woche, das kann ich aber nicht beurteilen).

Einmal Steak und einmal Hirschkalb, beide Esser sind sehr zufrieden.

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Während der Mann mit warmem Schokobiskuit mit Birnenragout, Mokka-Parfait 
und Vanillesauce abschließt, bekomme ich Topfenknödel auf Zwetschgenröster.

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Das schmeckt mir so gut, dass ich zwei Wochen später meine eingefrorenen Zwetschgenvorräte sämtlich zu Zwetschgenröster verarbeite. Ein winzig kleines Kritikpünktchen hätte ich hier (jammern auf hohem Niveau): Warm wäre der Zwetschgenröster noch besser gewesen.

Der Mann hat es schön zusammengefasst: „Das war alles sehr gut, da kann man nichts gegen haben.“ Jawoll.

Das frei zusammenstellbare Drei-Gänge-Menü kostet im Trific derzeit (Oktober 2015) 35 Euro.

Trific, Holzbrücke 7, 20459 Hamburg
http://www.trific.de

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One Comment

  1. Jetzt habe ich Hunger.
    Und wenn ich „Earl Grey Gin and Tonic“ lese zieht es mir ehrlich gesagt die Falten aus dem Sack …

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