04.09.2010 Edinburgh – Vom Schloss zum Palast

Cooked breakfast! Wir wagen uns beide weder an die „normale“, noch an die vegetarische Variante des schottischen Frühstücks. Der Mann nimmt Bacon and Eggs, ich Vanille-Pfannkuchen mit Cream und Toffee Syrup. Die Kalorien dürften für den ganzen Tag reichen.

Nach dem Frühstück ist Lydie so von unserer Fotosession auf dem Hof begeistert, dass sie sich in der Tür in Pose wirft und dabei ihren Schlüssel vergisst. Zum Glück öffnet ihr einer ihrer Gäste von innen.

Auf geht’s zum Schloss. Edinburgh Castle thront über der Stadt und ist (derzeit noch?) von Sitzgelegenheiten des Military Tattoo verschandelt. Direkt nach dem Eingang erregt das Mikro des Mannes Aufmerksamkeit. Ein älterer Herr fragt, ob das Ding die Kamera warm hält – und ob er ein Foto von uns beiden machen soll. Er soll, mit meiner Kamera. Als ich hinterher das Bild anschaue, stelle ich fest, dass der Mann und ich eine sehr geringe Rolle neben dem Kamera mit Mikro spielen.
Der Herr aus Florida freut sich, er war auch mal anderthalb Jahre in Deutschland stationiert – gemeinsam mit Elvis. Als Beweis stimmt er „Love me tender“ an.

Nach der Erwanderung des Schlosses geht es die Royal Mile entlang – zunächst bis zur St. Giles Cathedral. Ich finde den angekündigten Dudelsack spielenden Engel nicht, dafür ein nettes Cafe auf der Rückseite. Wir essen sehr gut und trinken beide Getränke, die man durchaus in größeren Mengen in Berlin gewinnbringend verkaufen könnte. Rhabarber-Ingwer-Saft „all natural“ und rosa Limonade.

Auf dem weiteren Weg machen wir einen Schlenker in eine Seitenstraße, von der aus wir das Panorama fotografieren möchten. Nach kurzer Zeit gesellt sich ein Edinburger-Ureinwohner zu uns und informiert und über diverse Sehenswürdigkeiten. Leider verstehen wir aus Lautstärke- und Dialektgründen nur die Hälfte, vermutlich die unwichtigere Hälfte. Nach einiger Zeit verabschiedet er sich mit den Worten „There are the next ones“ und steuert auf weitere Touristen zu.

Holyrood Palace, Heimat von Maria Stuart und Schauplatz mindestens eines Mordes, ist unsere nächste Station. Der Audio-Guide ist inbegriffen (was will man für 10.25 Pfund auch mehr verlangen) und wir wandeln auf den Spuren von Elisabeth II. und Maria Stuarts.

Nach fast sieben Stunden sind die Füße lahm und wir nehmen einen Sightseeing-Bus. Anderthalb Runden schaffen wir vor Tourende und wandern dann neu gestärkt Richtung Hotel. Auf dem Weg liegt der Pub Bennet’s in dem der Mann seine erste Pub Erfahrung macht. Schon ganz alte Hasen wissen wir nun, dass wir Bier und Essen an der Theke bestellen und bezahlen. Nach dem Bier weiß der Mann dann auch, dass ihm Ale nicht schmeckt. Die Burger sind gut, homemade und können auf das obligatorische Fritierte nicht verzichten – in diesem Fall Zwiebelringe. Der Mann spült das Ale mit einem Beck’s runter und wir kaufen Wasser in einem Supermarkt.

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