Americana-Album der Woche (13): The Decemberists – The King Is Dead (2011)

Das bereits Mitte Januar erschienene Album ist das sechste Werk der Band aus Portland, Oregon, die nach Ausflügen in komplexere Progessive-Art-Rock-Gefilde (The Crane Wife) sich wieder ihrer Wurzeln besinnt und zwei Handvoll folkloristisch-anmutender Americana-Epen auf „The King Is Dead“ vereint. Die allesamt von Bill Melroy geschriebenen Songs lassen die Nähe zu R.E.M. erkennen, zumal Peter Buck als Gast den Brüdern im Geiste musikalisch unter die Arme greift. Auch scheint Tom Petty ein wenig Pate gestanden zu haben. Gleichwohl erschaffen die Decemberists ein eigensinniges Klangbild, das Luft lässt für die mitschwingenden Assoziationen. Neben der Stammbesetzung Chris Funk (Banjo, Bouzouki, Pedal Steel), John Moen (Schlagzeug, Percussion), Nate Query (Bass, Cello), Jenny Conlee (Akkordeon, Klavier), Bill Melroy (Gesang, Gitarre) gesellt sich neben Peter Buck eine illustre Schar an hochkarätigen Gastmusikern hinzu, die dem Album seine ganz besondere Farbe verpasst: Laura Veirs, Gillian Welch, Dave Rawlings, Annalisa Tornfelt. Letztere ist die wunderbare Sängerin und Geigerin von Black Prairie (Americana-Album der Woche 10, „The Feast Of The Hunters Moon“), einem Side-Projekt der Decemberists. Das neue Werk „Long Live The King“ ist ab 1. November erhältlich und setzt womöglich da an, wo „The King Is Dead“ aufgehört hat. Wer sich jetzt schon mal auf die Decemberists als Navigator durch die dunkle Jahreszeit einstimmen möchte, dem sei der Song „January Hymn“ empfohlen: „On a winter’s sunday I go to clear away the snow….“. Oder die drei kurzen Videoclips mit Impressionen von der Studioarbeit.

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