AMERICANA-ALBUM DER WOCHE (17 ): LAURA CANTRELL MIT IHRER HOMMAGE ’KITTY WELLS DRESSES: SONGS OF THE QUEEN OF COUNTRY MUSIC’

Greetings From Nashville Part II

Radio-DJ-Legende John Peel war von dem Song The Way It Is von Laura Cantrells im Jahr 2000 auf ’Shoeshine Records’ erschienenen Debutalbum Not The Tremblin’ Kind zu Tränen gerührt: “My favorite record from the last ten years, and possibly my life“. Peel lud die Musikerin zu insgesamt fünf Peel Sessions ein.
Nach einer Reihe weiterer wunderbarer Country-Americana-Platten präsentiert Laura Cantrell nun 11 Jahre später – und in Europa erneut auf dem schottischen’Shoeshine’-Label veröffentlicht – ein tolles Fanprojekt und eine Hommage an die ’Queen of Country Music’ Kitty Wells.
Bis auf das eröffnende Titelstück, das Cantrell gemeinsam mit Amy Allison geschrieben hat (kostenloser Download unter www.lauracantrell.com), wurden für dieses Tribute ausschließlich einige der bekanntesten Kitty-Wells-Favoriten ausgewählt und noch einmal kongenial in Szene gesetzt. Hier wird die ganze Tiefe von Country-Musik ausgelotet und über allem liegt der herzzerreißende, ergreifende Gesang von Laura Cantrell, der sich mit dem ihres Vorbildes durchaus messen lassen kann.
Mit dabei in Mark Nevers‘ Beech House Studio in Nashville, Tennessee, waren so beschlagene Musiker wie Paul Burch (auf zwei Stücken an der ’Sock Guitar’ bzw. an den Drums zu hören), Paul Niehaus (der nicht zuletzt auch bei Calexico die Pedal Steel Gitarre bedient) und Caitlin Rose (die schon bei der an dieser Stelle empfohlenen Tristen-LP Charlatans At The Garden Gate Background Vocals beigesteuert hat).
“I’ve been a Kitty Wells fan since childhood“, schreibt Laura Cantrell im Booklet. Und natürlich ist es auch erklärte Absicht des Albums, Kitty Wells als Musikerin, Sängerin und als Vorreiterin für Künstlerinnen wie Patsy Cline, Loretta Lynn oder Tammy Wynette in Erinnerung zu rufen.
Die heute 92-jährige Kitty Wells wurde in den frühen 1950er Jahren der erste weibliche Country-Musik-Star. Ihre oft extravaganten Südstaaten-Kleider, die sie bei ihren Auftritten trug und auf die im Titelsong Bezug genommen wird, waren legendär: “They weren’t made of satin, or silk from Paris. But everyone knows, they were robes of the queen”.
Weiterer abschließender Hör-Tipp: Über viele Jahre war Laura Cantrell selbst Gastgeberin einer sehr hörenswerten Radioshow. The Radio Thrift Shop auf WFMU aus New Jersey lässt sich im Archiv unter www.radiothriftshop.com bis in seine Anfänge zurück nachhören.

www.youtube.com/watch?v=bVScPWSdOxI

www.youtube.com/watch?v=q4c0SfsZsbg

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