Berlin besuchen

Mein gesamter Freundes- und Bekanntenkreis plant anscheinend gerade, Berlin zu besuchen. Wenn Sie nicht zu den Menschen gehören, die meine Handynummer haben, mit mir auf Facebook befreundet sind oder über meine Emailadressen verfügen, dann helfe ich Ihnen trotzdem gerne weiter.

Wie reise ich an?

Ich würde  vorschlagen: Mit der Bahn. Wenn man nicht gerade von München kommt. Dann eher mit dem Flugzeug. Wenn Sie also nicht gerade in einer sturmgeschädigten Zeit fahren, ist der ICE flott unter vier Stunden vom Ruhrgebiet in Berlin.

landwehrkanal

Wo soll ich übernachten?

Nachdem das legendäre Hotel Bogota nun ja nicht mehr ist, empfehle ich immer ein Motel One. Davon gibt es mehrere in Berlin, eines in der Nähe meiner ehemaligen Wohnung (Prinzenstraße). U-Bahn und Kreuzberger-Bespaßung direkt vor der Nase. Wer es gerne etwas gediegener möchte, zieht an den Kudamm. Ich habe selber auch schon am Alex übernachtet. Kann man gut machen, shoppen und Verpflegung sind nah und man muss nachts auch gar nicht über den Alex und Angst haben. Auch hier wieder direkte Verkehrsanbindung. Womit wir direkt beim nächsten Punkt wären.

Ich komme trotzdem mit dem Auto.

Na, herzlichen Glückwunsch. Dann fahren Sie mit Ihrem Auto zum Hotel, stellen es in der Tiefgarage ab und vergessen es bis zur Rückfahrt. In Berlin braucht man kein Auto. Im Zweifelsfall holt man sich nur Ärger, agressive Radfahrer treten einem in die Tür und man hat mehr Kontakt mit der Polizei, als einem lieb ist. Oder es könnte brennen. Eine Tageskarte der BVG kostet 6,70 Euro (lassen Sie sich bloß nicht so einen Touristen-Kram aufschwatzen), ÖPNV fährt ständig und auch nachts kommt man zum Hotel zurück. Praktisch ist auch die App „Touch and Travel“. Wenn sich am Ende des Tages herausstellt, dass Ihre Einzelfahrten mehr kosten als eine Tageskarte,  wird Ihnen nur die Tageskarte berechnet.

ubahn

Ich war noch nie in Berlin.

Macht ja nichts. Jetzt fahren Sie ja hin. Um einen Überblick zu bekommen, empfiehlt sich eine Fahrt mit dem Sightseeing-Bus. Oder Sie machen eine Tour mit dem Boot. Dabei wird Ihnen dann garantiert erzählt, dass Berlin mehr Brücken hat als Venedig.

Selbstverständlich können Sie auch auf eigene Faust losziehen, Reichstag, Brandenburger Tor, Alexanderplatz und Co. werden dann mit Sicherheit auf Ihrer Liste stehen. Auch die Siegessäule kann man besteigen.goldelse

Oder die East Side Gallery (ein Stück der ehemaligen Berliner Mauer) entlang laufen.

east side gallery

Natürlich gibt es noch viel mehr zu sehen, den Tränenpalast, Hohenschönhausen, den Wannsee und und und. Aber mit den wichtigsten Touristenzielen, einem Abstecher in die Feinkostabteilung des KaDeWe (Fischbrötchen essen und reichen Russen beim Austernschlürfen zuschauen) und dem Kühlen Ihrer Füsse werden Sie schon genug zu tun haben.

brandenburger tor

Ich möchte gerne irgendwo außerhalb des Hotels frühstücken.

Das machen die meisten Berliner, ich war allerdings immer ein Heim-Frühstücker. Sie werden trotzdem was finden. Zum Beispiel die göttlichen Zimtschnecken von „Zeit für Brot„. Falls es eher Kuchen sein soll, empfehle ich Barcomi´s auf der Bergmannstraße. Da nehmen Sie einen Probierteller, lassen sich den Rest einpacken und können noch Ihre Lieben zuhause damit füttern.

Sonst noch Essenstipps?

Meine ständige Empfehlung ist der Burgermeister. Den kann man hervorragend nach einem Besuch der East Side Gallery ansteuern, das Leben (bzw. den Verkehr) an sich vorbei ziehen lassen und gute Burger essen.

Wer den Currywurst-Vergleich eingehen möchte, der geht bitte zu Konnopke. NICHT zu Curry 36. Wer in der Ecke Bergmannstraße unterwegs ist, sollte lieber bei Mustafa vorbeischauen.

International geht es Donnerstags in der Kreuzberger Markthalle IX beim „Street Food Thursday“ zu. Etwas „gesitteter“ kann man dort Freitag mittags essen.

thai

Für das edle Mittagessen empfiehlt sich die Einkehr bei Zwei-Sterne-Koch Tim Raue. Vorher reservieren ist Pflicht, dafür kann man auch Samstags lunchen. Weniger edel aber dafür mit netter Geschichte drumherum ist das „Mädchen ohne Abitur„.

Viele weitere Restaurants und Imbisse findet der geneigte Leser auf meiner Berlin-Karte und hier. Vor dem Besuch aber bitte prüfen, ob es die Lokalität tatsächlich noch gibt.

Das Wetter soll toll werden, ich möchte draußen sitzen.

In Berlin das kleinste Problem. Bei drei Sonnenstrahlen stellen die Läden Stühle samt Decken vor die Tür. Bei fünf Strahlen öffnen diverse Strandbars (http://www.berlin.de/restaurants/strandbars/ und http://www.top10berlin.de/Liste/279-Strandbars).

Eigentlich fahre ich nur zum Shoppen nach Berlin.

Dann sind Sie bei mir leider an der falschen Adresse. Shoppen ist nicht wirklich meins. Außer, Sie benötigen zum Beispiel Mehl oder Comics. Wunderschönen antiken Schmuck können Sie bei „Rheinfrank“ erstehen und ab und an ist Frau Schüßlers Mutter verkaufenderweise auf dem Kunst- und Trödelmarkt am Fehrbelliner Platz zu finden. Das wars aber auch schon mit meinen Shopping-Kenntnissen.

Falls Sie nicht schon am Sonntag Richtung Heimat fahren, gibt es einen (nicht ganz so geheimen) Extra-Tipp: Sonntags findet ab 15 Uhr im Mauerpark Bear Pit Karaoke statt. Macht Spaß!

karaoke

Wer jetzt noch nicht genug hat, der sollte sich einfach durch die zahlreichen Einträge der Kategorie „Berlin“ in diesem Blog wühlen. Die Arbeit soll ja schliesslich nicht umsonst gewesen sein.

Viel Spaß im dicken B!

dickes B

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