Cardigan-Test für Hess-Natur #3: Mief, mief, mief

Eine neue Woche, eine neue Aufgabe. Hess verrät uns (Testerinnen), dass tierische Wolle im Gegensatz zu Baumwolle Gerüche binden und durch längeres Lüften in feuchter Umgebung restlos abbauen kann. Baumwollshirt und Cardigan sollen daher zu einem „Kochwettbewerb“ antreten – welches Kleidungsstück riecht schneller wieder frisch.

Die ideale Jacke für Raucherkneipen

„Aus Versehen“ habe ich das quasi schon in der letzten Woche getestet. Nach einem Nachmittag , bei dem die Jacke und ich von Zigaretten eingenebelt wurden, habe ich sie im Bad aufgehangen. Und siehe rieche da – am nächsten Tag war sie wieder geruchlos einsatzbereit.

Die Jacke kocht mit

Da ich beim Kochen immer etwas rumsaue, leistete mir der Cardigan in der Küche auf einem Bügel Gesellschaft. Die Sweatshirt-Jacke aus Baumwolle trage ich dagegen. Und damit es ordentlich etwas zu riechen gibt (und vor allem hinterher was Leckeres zu essen), wird Bolo nach Tim Mälzer gekocht. Während die Baumwolljacke nach einer halben Stunde wieder an die frische Luft darf, bleibt der Cardigan in der Küche. Drei Stunden, so lange muss die Bolo nämlich schmoren.

Tier gewinnt

Die Baumwolljacke muss – trotz der Nacht im Bad – gewaschen werden, sonst bekommt jeder im meiner Gegenwart Hunger. Der Cardigan dagegen ist – wie auch schon nach dem Rauchtest – wieder startklar.

 

One Comment

  1. Hallo Sandra und alle Interessierten,

    wer sich für Hessnatur, Fair Trade, Ökologie und nachhaltiges Wirtschaften interessiert, sollte das hier vielleicht wissen:

    Seit letztem Jahr versuchen engagierte Kunden und Mitarbeiter, für Hessnatur eine moderne Form betrieblicher Selbstverwaltung und -führung zu verwirklichen. Sie haben sich in der Genossenschaft hnGeno zusammengeschlossen, um ihre Firma zu kaufen und nachhaltig weiterzuführen. Stattdessen wurde aber Hessnatur Ende Mai von einem Schweizer Private-Equity-Fonds (sogenannte „Heuschrecke“) gekauft. Seitdem fließen die Gewinne von Hessnatur per „Gewinnabführungsvertrag“ an diesen Fonds mit Namen Capvis. Wer die Hintermänner, d.h. Geldgeber, von Capvis sind, ist schwer herauszubekommen, weil solche Fonds ein großes Interesse daran haben, ihre Kapitalgeber geheimzuhalten. Außerdem gehen die neuen Eigentümer von Hessnatur gegen eine kritische Webseite, die sich mit der Frage nach diesen Hintermännern beschäftigt hat, mit juristischen Mitteln vor, vertreten durch eine der größten Anwaltskanzleien der Welt (siehe http://wir-sind-die-konsumenten.de). Manches darf man aber trotzdem noch öffentlich aussprechen, z.B. das hier: http://www.dreigliederung.de/news/12100400.html

    Die hnGeno steht für eine hochmoderne, nachhaltige, verantwortliche und wirtschaftlich gerechte Form der Betriebsführung, in deren Mittelpunkt nicht das Ziel der bloßen Profitmaximierung, sondern die sinnvolle und für Mensch und Natur verträgliche Befriedigung menschlicher Bedürfnisse steht. Was dagegen der neue Eigentümer mit Unternehmen macht, die er kauft, kann man hier nachlesen: http://www.dreigliederung.de/capvis/
    Jetzt gehört Hessnatur jedenfalls einem Investor, der das Geld weiterer und z.T. sehr zweifelhafter Investoren verwaltet und vermehrt. Eine der ersten Aktionen dieses Investors war es übrigens, den langjährigen Geschäftsführer von hessnatur, Wolf Lüdge, der für den außerordentlichen Erfolg des Unternehmens in den letzten zehn Jahren verantwortlich gemacht wird, zu feuern – entgegen ihren ursprünglichen, natürlich nur mündlich gemachten Versprechungen. Hier kann man außerdem nachlesen, was aus den deutschen Mitarbeitern des bekannten Besteckherstellers WMF geworden ist, nachdem ihre Firma von Capvis gekauft wurde: http://www.swp.de/ulm/nachrichten/wirtschaft/WMF-fertigt-Rohbesteck-nur-noch-in-China;art4325,542219

    Liebe Grüße

    Thomas

    P.S. Schau mal hier nach:

    http://www.taz.de/!96175/
    http://www.taz.de/!102856/
    http://www.fr-online.de/wirtschaft/oekomode-hersteller-kritik-an-hessnatur-unerwuenscht,1472780,20073102.html
    http://www.hngeno.de

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