„Paella“ wurde gewünscht. Also haben wir das beste Paella-Restaurant Palmas gesucht und wir meinen, es auch gefunden zu haben.
Im „Celler sa Premsa“ ist die Zeit stehen geblieben. Stierkampf-Plakate an den Wänden, Sangria-Krüge über der Theke und Kellner, die nur rudimentär Englisch sprechen.
Macht alles nichts, einfach Paella und vorher Aioli mit Brot bestellen. Nachdem wir am Vortag in einer „der“ Tapas-Bars bei der Bestellung von Aioli ein paar Fertigtütchen serviert bekamen, waren wir skeptisch. Hier aber kam nur selbst erstellte Aioli auf den Tisch (wenn auch im Plastiktöpfchen), auch das Brot war sehr gut.
Viermal Paella bedeutet eine große Pfanne, von der alle mehr als satt geworden sind. Wir hätten vermutlich noch den Nebentisch mit versorgen können – wollten wir aber nicht, weil es einfach zum Reinlegen lecker war. Kein bisschen trocken, Unmengen von Meeresfrüchten und Fleisch, dazu knackiges Gemüse.
Auch der Nachtisch kann sich sehen lassen, zur Tarte al Whisky bekommt man dann auch großzügig Whisky zum Selbertränken:
Ich hatte die Crema Catalana, die zwar aus der Kühltheke kam (und deshalb kalt war), was aber dem Geschmack keinen Abbruch tat.
Wer Paella mag, sollte unbedingt hier einkehren (und vorher reservieren)!
Celler sa premsa, Plaça del Bisbe Berenguer Palou, Palma
War für mich das mallorquinische Pendant zum „Früh“ in Köln. Irgendwie touristisch, trotzdem authentisch und ganz sicherlich nicht fünf Sterne und zehn Mützen aber: Lecker für wenig Euros, „typischer“ Service, der aber wirklich nett war in einem riesigen auf Massenverpflegung ausgelegten Saal. Würde ich jederzeit wieder hin. Fand mein touristisches Herz ganz groß!