Ein Stück die Mauer entlang

Als die Mauer fiel, war ich zwölf. Wirkliche Erinnerung habe ich an diese Zeit nicht, das Ruhrgebiet war weit von der DDR entfernt, Verwandte oder Bekannte im Osten gab es nicht.
Zehn Jahre nach der Wende düste ich mit meinem damaligen Freund quer durch die Republik, Düsseldorf, Bremen, Berlin, Düsseldorf in drei Tagen. Durch Berlin ging es mit dem Auto, ständig kommentiert von „Hier sind wir im Westen“, „Hier im Osten“ – ich war völlig verwirrt.

Bei meinem Umzug nach Berlin war mir der „Aufbau“ schon bekannt, es fehlte aber dennoch das „Gefühl“. Welche Wege hätte ich vor 1989 gar nicht machen können (z.B. den zum Supermarkt in der Annenstraße), wo wäre mein gewohntes Umfeld zu Ende gewesen (z.B. auf der Oberbaumbrücke)? Am „Checkpoint Charlie“ war ich zwar schon ziemlich oft, die Massen der Touristen und nachgemachten russischen Grenzer schrecken aber eher ab.

Mein Stück Mauerweg beginnt am Moritzplatz, führt entlang des Luisenstädtischen Kanals in Richtung Engelbecken, vorbei an der Laube von Osman Kalin, über die Oberbaumbrücke, zur East Side Gallery mit Endpunkt an einem der letzten verbliebenen Grenztürme in Treptow. Wer „seinen“ Mauerweg gehen möchte, findet hier eine Übersichtskarte. Weitere Informationen bietet eine kostenlose App zur Berliner Mauer.

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TAZ-Serie Mauerwanderweg
Teil 1
, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6, Teil 7, Teil 8, Teil 9, Teil 10, Teil 11, Teil 12, Teil 13, Teil 14, Teil 15

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