Entspannende Fußkneterei

In grauer Vorzeit besuchte ich einen Volkshochschulkurs. Fußreflexzonenmassage. In völliger Unkenntnis, dass dabei vielleicht auch Partnerübungen durchgeführt würden, alleine. Ich schaffte es, eine Dame mit halbwegs gepflegten Füßen als Partnerin zu gewinnen und wir lernten, wo Darm, Rücken und Co. sich auf den Fußsohlen wiederfinden. Danach kaufte ich mir ein Buch zur Fußreflexzonenmassage und beendete meine aktive Knet-Zeit.

Als D. mich fragte, ob ich mal mit ihr ins „Zentrum für chinesische Massagen“ gehen würde, wusste ich also mehr als theoretisch, was mich erwartet. Hinein in den kleinen Laden, in dem im vorderen Teil ein kleiner Wartebereich eingerichtet ist, im hinteren Raum vier mehr oder weniger knarrende bequeme Stühle.

Ein Blumenfußbad („heiß gut“) später begannen zwei nette asiatische Damen, sich unseren Füßen zu widmen. Viel deutsch sprachen beide nicht, aber wir waren schliesslich auch nicht zur Konversation da. Und Komplimente kommen auch kurz gefasst an: „Schöne Füße – beide!“ Meine schönen Füße taten mir erst einmal gewaltig weh, d.h. die angesprochenen Druckpunkte. Das legte sich aber dank der Beharrlichkeit der Masseurin und es stellte sich ein wohliges „meine Füße sind in Watte eingepackt und meine Knochen haben sich im ganzen Körper aufgelöst“ ein. Leider konnte ich nicht erfahren, welche Punkte denn da so weh taten – würde ich meinem Buch Glauben schenken, machen gerade sämtliche inneren Organe Rabatz. Auf jeden Fall sorgte die Massage nicht nur für einen entspannten Nachhauseweg, sondern eine geradezu komatöse Nacht.

Und was der Jade-Armreif nun damit zu tun hat, dass alle Unfälle haben und der Trägerin nichts passiert, erfahren wir vielleicht beim nächsten Besuch.

Zentrum für chinesische Massage, Kanstraße 26, 10623 Berlin
45 min Fußreflexzonenmassage mit Blumenfußbad 22 Euro

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