Frau D. bittet zu Tisch

Immer dann, wenn „Frau D. zu Tisch bittet“, sitzen 14 Menschen, die sich noch nie begegnet sind, an einem Esstisch. Die Voraussetzung für einen katastrophalen Abend – oder einen sehr gelungenen.

Die Idee zu diesen Abenden stammt von den „Supper Clubs“, bei denen sich Menschen zum Dinner in Privatwohnungen treffen. Ganz so geheim geht es bei Frau D., Christine Dördelmann, aber nicht zu, schliesslich führt sie ansonsten die Weinhandlung „Tresorath“ in Essen.

Nach dem Kitchen Table im „Three Chimneys“ waren der Mann und ich uns einig: Die Unterhaltung mit „Wildfremden“ beim Essen hat uns sehr gut gefallen. Deshalb haben wir uns an Frau D.s Tisch gesetzt und uns von ihr, ihrem Lebensgefährten und einer Freundin beköstigen lassen. Für die vinophile Begleitung war selbstverständlich auch gesorgt.

Bunt gemischt war die Essensgesellschaft, wobei alle – wie Christine Dördelmann treffend bemerkte – etwas gemeinsam haben: Essen und trinken.

Lachspraline auf feinem Gurkensalat

Lachspraline auf feinem Gurkensalat

„Pralinen“ oder Frikadellchen aus geräuchertem und frischem Lachs, dazu ein Gurkensalat und ein Schnittchen mit sehr gutem Brot waren ein gelungener Einstieg.

Kohlrabi-Birnensuppe

Kohlrabi- Birnensuppe mit gebratener Geflügelleber

Für die Leber-Feinde gab es die Leber am Spieß, die hervorragend zu der süßlichen Suppe passte.

Rinderfilet in Kaffee gegart mit mediterraner Salsa, Paprika undKartoffel- Oliven- Stampf

Rinderfilet in Kaffee gegart mit mediterraner Salsa, Paprika und Kartoffel- Oliven- Stampf

Das absolute und uneingeschränkte Highlight war für mich das in Kaffee gegarte Rinderfilet. Hervorragendes Fleisch und eine ganz besondere Note, das werde ich mal versuchen, nachzubauen. Auch die Beilagen waren sehr gut.

Kokos- Zitronengras- Panna cotta mit Mangosorbet

Kokos-Zitronengras-Panna cotta mit Mangosorbet

Zweischichtige Panna cotta und Mango in Variationen – ein toller Abschluss. Besonders von dem Mangosorbet hätte ich den ein oder anderen Liter mit nach Hause nehmen können.

Für mich (und den Mann) war dieses Menü eines der besten (bezahlten) Essen in den letzten Monaten. Unserer Meinung nach kann Frau D. locker mit einigen sehr guten Restaurants mithalten.

An Frau D.s Tisch kann man nicht nur hervorragend essen, sondern auch reden. Stille herrschte nur, wenn die Münder voll waren und auch noch nach dem letzten Gang saßen wir gemütlich zusammen.

Wann Frau D. wieder zu Tisch bittet, erfährt man ebenso auf der Internetseite von Tresorath, wie die Termine für diverse Weinseminare. Allerdings sollte man nicht zu lange zögern, die Termine sind meist schnell ausgebucht. Kein Wunder, unsere Runde war sich ziemlich einig: „Man sieht sich wieder bei Frau D.“

2 Comments

  1. Da würde ich auch sofort dran teilnehmen !!!
    Ich habe nur nicht verstanden, warum der Spieß in der Suppe für Leberfeinde sein soll – ist da irgend ein versteckter
    Witz drin, den ich nicht kapiert habe ……….?

  2. Die Leber ist auf dem Spieß, damit man die zur Not einfach entfernen kann. Als Einlage in der Suppe wäre das schwieriger …

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