Fünfter Tag: Ein ziemlich hoher Vulkan, ein Schloss, in dem ein Mord geplant wurde und ein Engländer, der italienisch kocht (Schottland 2012)

Bestes Wetter, Zeit, den Sonnenbrand aufzufrischen. Wenn man in Edinburgh der Sonne besonders nah sein möchte, dann steigt man auf den Arthur’s Seat. 251 Meter hoch ist der Stadtberg und vulkanischen Ursprungs. Außerdem ziemlich anstrengend im Aufstieg, wie ich schnell feststellen muss. Meine ohnehin nicht für Steigungen geeigneten Knie meckern und die letzte Felsnase muss der Mann alleine bezwingen. Aber auch ich habe einen hervorragender Blick über den Firth of Force und auf die Stadt.

 

Mittagessen im Kirchencafe

Bereits zweimal ausprobiert und auch diesmal hat es uns nicht enttäuscht, das St. Giles Cathedral Cafe. Der Mann schätzt die großen Portionen und ich die außergewöhnlichen Getränke – schmecken tut es uns beiden.

Mid-eastern meatballs

Vegetarian pie „comes with two salads“ (die man sich aussuchen kann)

Holunderblütenlimonade – sehr lecker!

3.50 Pfund, die sich lohnen

Wer den Aufstieg auf den Arthur’s Seat gemacht hat, möchte (zumindest in meinem Fall) nicht mehr viel laufen. Dann lohnt es sich, für 3.50 Pfund ein Tagesticket für den Bus zu kaufen. Allerdings sollte man die als Kleinpfund haben – Busfahrer geben kein Rückgeld, man muss passendes Geld haben.

Besonders viel hat man vom Tagesticket, wenn man mit dem 7er Bus zum Craigmillar Castle herausfährt. Der Bus fährt nämlich eine riesengroße Schleife, bevor er an der Royal Infirmary hält. Da halten andere Busse auch, nur eben nach direkterer Fahrt. Ich muss leider zugeben, dass das Edinburgsche Bussystem das Einzige ist, was ich absolut nicht verstehe. Und dass die Bushaltestellen nicht angezeigt werden, macht das Ganze nicht besser.

Das Lieblingsschloss von Maria Stuart

Am Royal Infirmary kann man einmal staunen, wie groß so ein Hospial Komplex sein kann und sich dann zum Schloss aufmachen. Wir folgen den Schildern und stehen wieder vor einem Berg. Also zum zweiten Mal an diesem Tag hinauf. Und irgendwann steht es dann tatsächlich vor einem: Craigmillar Castle, das Lieblingssschloss von Maria Stuart. Wobei in diesem „most perfectly preserved castle“ auch der Craigmillar Bond geschlossen wurde, die Verabredung, Maria Stuarts zweiten Mann, Lord Darnley, umzubringen.

 

Craigmillar Castle ist nicht nur beeindruckend, sondern hat noch ein besonders „feature“: Wenn man in die Burg hineingeht, steht man zwischen zwei Eiben, die nicht nur merkwürdig gebogen, sondern auch alt sind.

Zurück geht alles viel schneller. Zum einen hat uns die Dame an der Kasse auf einen Fußweg hingewiesen. Dieser führt vom Gelände der Royal Infirmary direkt zu Craigmillar Castle – dauert lediglich fünf Minuten. Merkwürdigerweise finde ihn niemand. Was vielleicht daran liegen könnte, dass er nicht ausgeschildert ist. Hier also der ultimative Tipp: Wenn man aus dem Bus steigt, so gehen, als ob man vom Gelände möchte. Dann aber nicht links abbiegen (wo es tatsächlich runter gehen würde), sondern rechts. Auf eine Einrichtung namens HRS zugehen, links ist dann ein Durchgang in einem Maschendrahtzaun, von dem aus ein Weg entlang des Zaunes führt. Anhatspunkt könnte eine Holz-Tisch-Bank sein, falls die da weiter stehen bleibt. Und auch der Bus braucht zurück nur 20 Minuten.

Ein Engländer kocht in Schottland italienisch

Für abends habe ich bei Jamie’s Italian im Assembly House einen Tisch reserviert. Aber das ist eine andere Geschichte…

 

 

2 Comments

  1. Oh… ihr hattet blauen Himmel auf Arthur’s Seat! Ich bin ein bisschen neidisch. Wir hatten ja die meiste Zeit auch schönes Wetter, aber ausgerechnet da war es ein bisschen mau… (und auf Skye auch, da kam der Regen waagerecht ^-^).
    Der Aufstieg ist echt ein bisschen mühsam, dafür aber in kurzer Zeit zu schaffen und auf jeden Fall jede Anstrengung wert.

  2. Auf Skye regnet es IMMER, wenn man den Leuten Glauben schenkt. Wir werden das mal nächstes Jahr testen. Stimmt, Arthur’s Seat ist es wert – und ich weiss jetzt, dass ich mehr Sport machen muss!

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