Hochzeitsblog? Nun ja …

Was liegt bei zwei heiratenden Bloggern näher, als ein Hochzeitsblog einzurichten? Schnell war das Ding aufgesetzt, auch die Einladungen wurden mit der entsprechenden URL bestückt.

Wochenlang führte ich ein Zweitblog, informierte über Anreise- und Unterkunftsmöglichkeiten in Edinburgh, Sehenswürdigkeiten, Links-Fahren, Reiseliteratur und selbstverständlich die anstehenden Programmpunkte. Das Problem war nur: Es las niemand. Wobei niemand auch nicht stimmte, ganze sechs Personen (von 45 Zusagen) hatten die Email-Benachrichtigungen abonniert (zwei davon Elternteile) und viel mehr tummelten sich laut Statistik auch nicht.

Dabei lag es nicht am Publikum – auch internetaffine und bloggende Gäste liessen zwischendurch mal fallen, dass sie ja noch nichts aus dem Blog gelesen hätten. Die FAQs mit den Fragen, die uns im Vorfeld von unseren Gästen gestellt worden waren, wurden meist ganz übersehen.

Hatten wir alles nachlesbar und häppchenweise für unsere Gäste vorbereiten wollen, wurden wir – je näher die Hochzeit rückte – doch mit Anrufen und Mails bombardiert, wo man denn schlafen/essen und was man machen könnte. Und was eigentlich wann stattfindet. Noch am Morgen der Hochzeit musste ich einigen Gästen beim Frühstück mitteilen, wann sie bitte wo zu sein haben.

wegweiser

Die Fragen hörten übrigens schlagartig nach der Trauung auf. Nicht etwa, weil es dann keine mehr gab, sondern weil vor der Trauung die Hochzeitsprogramme ausgeteilt wurden. In diesen war nicht nur der (übersetzte) Text der Trauungszeremonie abgedruckt sondern auch das weitere Programm mit Uhrzeiten, Wegbeschreibungen etc.. Eigentlich nur, damit die Gäste die Programme auch definitiv mitnehmen und wir sie nicht nach der Trauung wieder einsammeln müssen.

So viel Spaß ich auch beim Schreiben des Hochzeitsblogs hatte – würde ich noch einmal heiraten (hoffentlich nicht!), würde ich eher ein kleines Heft zusammenstellen, was ich ein paar Wochen vor der Hochzeit an die Gäste verschicke. Vielleicht auch als PDF, auf jeden Fall aber komprimiert.

2 Comments

  1. Ich hab das ja auch nicht wirklich verfolgt (Schande über mich, Asche aufs Haupt und so weiter!), a-haber:

    Ich habe mir vor der Abreise alles wichtige (also die vier bis fünf Artikel mit irgendwelchen Uhrzeiten, Adressen und Treffpunkten) ausgedruckt und konnte die Informationen im Nachhinein gut nutzen, um die Leute auf den Bildern identifizieren zu können, also mit Namen und so.

    Das war also schon sehr praktisch, und ihr habt wuch die Arbeit nicht umsonst gemacht.

    • Hat ja auch Spaß gemacht, deshalb war es sowieso nicht umsonst. Aber wenn schon die Blogger keine Blogs lesen 😉

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