Isle of Skye

Auf Skye regnet es immer, sagt man. Trotzdem stand diesmal für uns ein Besuch auf der „Insel der Nebel“ an, die quasi eine Miniversion der Highlands ist.

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Sehen

Nach Skye kommt man entweder mit der Fähre oder über die Skye Bridge. Auf dem Weg zur Brücke haben wir noch einen Abstecher zum Eilean Donan Castle gemacht, über dessen Brücke Christopher Lambert als Highlander gegangen ist. Es kann nicht nur einen geben, auch James Bond (Die Welt ist nicht genug) und Rob Roy haben sich hier schon getummelt.

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Wer statt dem Film-MacLeod den richtigen Clan besuchen möchte, sollte zum Dunvegan Castle fahren. Hier wohnen seit 800 Jahren die Chiefs der MacLeods und haben es sich ganz gemütlich eingerichtet (Fotografieren war allerdings nicht erlaubt). Neben dem Schloss und einer großen Gartenanlage kann man vor allem Japaner und die schottische Variante der Mücke, Midges, sehen.

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Die MacLeods sind überall auf Skye präsent, schliesslich besiedeln sie die äußeren Hebriden schon seit Jahrhunderten. Trotz des tatsächlich sehr schlechten Wetters sind wir noch zur Trumpan Church gefahren, wo sich im 16. Jahrhundert die MacDonalds und die MacLeods gegenseitig die Köpfe eingeschlagen haben.

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Während wir dort fotografierten, versuchte ein Paar im Schatten der Kirchenmauern halbwegs trocken ihr Mittagessen zu verzehren. Kommentar eines älteren Herrn mit Hund: „What a lovely day for a picnic!“

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Eng verbunden mit den MacLeods waren die MacCrimmons – aus diesem Clan kamen über Generationen die Dudelsackspieler der MacLeod-Chefs. In Borreraig, wo früher die Piper ausgebildet wurden, ist in einem kleinen Häuschen ein Piping-Privatmuseum untergebracht – leider war es geschlossen, als wir dort waren.

Essen

„Mal eben Pub“ ist auf Skye nicht. Eine halbe Stunde Fahrtzeit gilt als Kurzstrecke und das Bedürfnis nach einem Pint stillt man wohl eher zuhause.  Wir waren einmal im Nobelrestaurant „Three Chimneys“ essen (Bericht folgt) und zweimal im ältesten Pub der Insel, dem Stein Inn. In dem immer gut gefüllten Inn gibt es vernünftiges Essen, sehr nette Bedienung und eine ausreichende Auswahl an Bier. „The Old School Restaurant“ konnten wir leider trotz absoluter Empfehlung unserer B&B-Gastgeber nicht ausprobieren, entweder war Ruhetag oder alles ausgebucht.

Schlafen

Ein toller Blick über die Bucht (und einmal sogar bis Dunvegan Castle), ein sehr schönes Haus und hervorragendes Frühstück – wir haben mit der Hillstone Lodge eine gute Wahl getroffen. Das im letzten Jahr erst eröffnete Guesthouse wird von einem Schweizer und einer Deutschen geführt und kann mit Recht als „luxury“ bezeichnet werden.

Lohnt sich Skye?

Skye sollte man mal gesehen haben, sich aber darüber bewusst sein, dass das Horden von Bustouristen auch wollen. Ich habe in Schottland noch nie so viele Reisebusse gesehen wie an den Sehenswürdigkeiten von Skye (außer vielleicht an Loch Ness). Wir waren drei Tage dort (davon einen Tag auf Raasey), was für uns auch gereicht hat. Bei einem weiteren Tag hätte man allerdings noch den östlichen Teil der Insel und den „Old man of Storr“ besuchen können.

2 Comments

  1. Letztes Jahr war ich auch für drei Tage auf Skye… und das waren leider – typisch – auch die einzigen drei Tage Dauerregen während der ganzen zwei Wochen Schottland-Trip. Aber wenn man’s noch nicht gesehen hat, kann man gar nicht glauben, wo überall das Wasser aus den Bergen rauschen kann und dass bei genügend Wind auch Wasserfälle (Kilt Rock Falls) nicht den Fuß der Klippe erreichen müssen… Echt ein Schauspiel.
    Und die allernettesten B&B-Wirte gab’s noch als Bonus obendrauf.

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