Le Fou, Essen-Rüttenscheid

Freitags kurz nach 18 Uhr hat man noch eine gute Chance, einen Tisch im „Le Fou“ zu bekommen. Später wird es da schon etwas schwieriger, nicht nur, weil der Platz mit gerade einmal 18 qm sehr überschaubar ist, sondern auch, weil „der Narr“ sehr gut angenommen wird.

Le Fou

Wir wählen einen netten Tisch in der Ecke. Die Weinkarte besteht aus drei weißen und drei roten Weinen, alle preislich sehr vertretbar. Auch die Speisekarte ist überschaubar, was ich sehr gut finde.

Als Vorspeise möchten wir einen Pickteller „etwas von allem“, den wir uns teilen. Ein bisschen warten wir darauf, dass jetzt jemand mit einem Teller aus dem „Chat Noir“ ein paar Meter weiter kommt. Kommt aber niemand, die Gerichte werden zwar im Chat Noir vorbereitet, aber „Le Fou“ hat eine eigene kleine Küche in der benachbarten Wohnung. Die dient auch als Lagerraum und dort befinden sich auch die Toiletten.

Le Fou

Wie zu alten Zeiten: Feierabendgetränk vor dem Kioskfenster

Während wir warten, umlullt uns die Musik, eine sedierende Trance-Bass-Dauerschleife, die nach anfänglichem „Häh?“ eine sehr beruhigende Wirkung hat. Der Mann vermutet das Bassäquivalent von Walgesängen. Wir fläzen uns in unsere Ecke, trinken Wein, schauen Menschen dabei zu, wie sie sich vor dem ehemaligen Kioskfenster zu einem abendlichen Bierchen versammeln und fühlen uns wohl. Der Pickteller trägt zum Wohlbefinden bei, alles sehr lecker.

Le Fou

Pickteller, u.a. mit Forellentatar, Avocadocreme und Radicchio-Tomatensalat

Als Hauptgericht hat der Mann ein Kalbsragout gewählt und ich Pasta nach Art des Narren.

Le Fou

Während der Mann sehr zufrieden ist, bin ich ein wenig enttäuscht. Allerdings hätte ich mir vielleicht auch einfach mal vor der Bestellung „Nudeln mit Avocado“ vorstellen sollen.

Le Fou

Wäre ich mal der „Empfehlung des Narren“ gefolgt und hätte die Ziegenkäsetiramisu bestellt. Die hat nämlich an den mittlerweile besetzten Tischen um uns herum Hochkonjunktur und sieht sehr gut aus.

Trotzdem zufrieden treten wir den Heimweg an und beschliessen: Machen wir nochmal. Dann einfach jeder einen Pickteller und dazu die Flasche Wein. Und ein bisschen Bassmusik zur Entspannung.

Besonderes Lob verdient übrigens die Bedienung: Unheimlich aufmerksam und freundlich, managt außerdem Gäste, Kioskfenster und Getränkelieferung gleichzeitig und ohne Hektik zu verbreiten. Chapeau!

Le Fou, Brigittastraße 12, Essen
www.le-fou.de

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