Le Foundouk, Marrakesch

Gar nicht einfach ist es, die ehemalige Karawanserei, in der das „Le Foundouk“ untergebracht ist, überhaupt zu finden. Zum Glück kannte der Taxifahrer sich aus, den wir auf Grund unserer müden Füße ausgesucht hatten und der uns am Platz Mokef absetzte. Dort erwartete uns ein Herr mit einem Fez auf dem Kopf und einer Laterne in der Hand. Durch eine ziemlich dunkle Gasse führt er uns zu einer großen Holztür, die sich erst auf sein Klopfen öffnet. Wir werden in die erste Etage gebeten.

Die Speisekarten gibt es auch auf Englisch, ich versuche mich aber am Französischen (was eher schlecht als recht klappt, aber wozu habe ich zwei Sprachtalente neben mir.)

Vor dem Essen werden uns Oliven serviert, die sehr lecker (mit Harissa?) gewürzt sind und dazu kleine Fladenbrote.

Die Vorspeisen

Séléction des salades marocaines

Panache de briouates – kleine knusprige Teigtaschen mit unterschiedlichen Füllungen – Couscous mit Orangenwasser und Rosinen war mein absoluter Favorit.

Simone hatte als Vorspeise eine „Harira Marocaine“, eine typische Ramadan-Suppe mit Lammhackfleisch. Zu der Suppe gab es Chebakia, ein (ebenfalls für den Ramadan typisches) Schmalzgebäck. Für uns eine etwas gewöhnungsbedürftige Kombi, die Chebakia sehen aus wie frittierte Tintenfische und schmecken wie Mutzenmandeln. (Das mit den Mutzenmandeln haben wir allerdings erst herausgefunden, als Simone todesmutig ein Stück von den vermeintlichen Tintenfischen abbrach und probierte.)

Die Hauptgerichte

Als Hauptgericht habe ich mich mit der „Königs-Tagine“ (links) etwas übernommen – ganz schön viel Fleisch. Neben Merguez und Lammhackspieße gab es noch einiges anderes, ich habe aber nur einen Bruchteil geschafft, auch, weil das Lamm sehr nach Hammel schmeckte. Die beiden Mädels haben da mit ihrem Couscous und Gemüse eine bessere Wahl getroffen.

 

Für ein Dessert war leider kein Platz mehr im Magen.

Alkohol

Das Le Foundouk darf Alkohol ausschenken, wir haben uns aber (auch, wenn es anders aussieht) an Wasser gehalten.

Fazit

Nettes Restaurant, in dem man für relativ kleines Geld (für das Essen exklusive Getränke habe ich ca. 20 Euro gezahlt) landestypische Küche in edlem Ambiente essen kann. Fragen zu den Gerichten beantworten die in braunen Einheits-Gewändern gekleideten Kellner gerne (und finden es sehr lustig, wenn man nur ein Drittel der Tajine aufgegessen hat).

Wer selber ins Foundouk möchte, sollte im Vorfeld reservieren – bei unserem Besuch war es sehr voll.

Le Foundouk, 55, Souk Hal Fassi, Marrakech

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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