Die Metro Kochherausforderung: Olé!

Von 1997 bis 2005 lief auf VOX das „Kochduell“, gefühlt eine der ersten Kochsendungen im deutschen Fernsehen (neben „Interessant“ – Alfred Biolek). Team „Paprika“ und „Tomate“ bestanden jeweils aus einem Profikoch und einem Amateur. Letzterer brachte für einen Warenwert von 10 Euro einen wild zusammengewürfelten Warenkorb mit, aus dem dann etwas gezaubert werden musste. Im Fernsehen sah das auch immer alles nett aus. Wer aber – wie ich – zwei der Kochduell-Kochbücher sein eigen nannte, weiss, dass da meist sehr krude Gerichte bei rumkamen.

Als langjähriger Kochduell-Zuschauer war ich also bestens vorbereitet auf die Metro Kochherausforderung. Die Spielregeln sind einfach: Die Metro stellt allen Teilnehmern die selben Lebensmittel zur Verfügung, die in beliebig vielen Gängen verarbeitet werden müssen. Hinzufügen ist erlaubt, weglassen dagegen nicht.

Warenkorb mit Nudeln

Meinen Warenkorb nahm ich von Mirko Kriegel, Betriebsleiter Food von Metro Cash&Carry Essen, entgegen:

  • 2 Bio-Forellen
  • 2 Artischocken
  • Wachtelbohnen
  • Earl Grey Tee
  • Tortas de Aceite mit Rosmarin und Thymian
  • Salzkaramell-Schokolade
  • eine Flasche Riesling
  • spanischen Schinken
  • Nudeln

Warenkorb Metro

Das kam mir alles sehr spanisch vor – bis auf die Nudeln. Und natürlich den Riesling, aber ein Weißwein geht ja immer irgendwie.

Making of

Der Mann hat das ganze Gekoche mit der Kamera begleitet und einen kleinen Film daraus gemacht:

Für die Musik zeichnet der Mann von Anne Schüßler verantwortlich, der daraufhin (und auf seine beharrliche Frage „Wer isst das denn dann alles?“) mit Anne zum Testessen eingeladen wurde. Angeblich hat es beiden sogar sehr gut geschmeckt.

Aperitif

Ein Aperitif mit Earl Grey war naheliegend, ich entschied mich für den Grey Flannel.

aperitif mit earl grey

Eine ziemlich heftige Angelegenheit, die ich so nicht noch mal servieren würde. Vielleicht eher ein Teil Gin auf zwei Teile Earl Grey?

Amuse Gueule

Der Earl Grey wurde auch beim Amuse Gueule verwendet. Mit dem Tee, Zucker und Reis habe ich eine Forelle geräuchert, die dann zu Mousse verarbeitet wurde (Rezept). Serviert wurde die Mousse auf Tortas de Aceite mit Rosmarin und Thymian:

forellenmousse auf tortas de aceite

Ein sehr feines (und vor allem unfischiges) Mousse, was schön zu den Tortas de Aceite passte. Der Mann hat sich sehr gefreut, dass er am nächsten Tag noch einen Rest essen konnte.

Vorspeise

Artischocken habe ich bisher einfach gekocht und mit Aioli serviert. Diesmal habe ich Artischocken in Vinaigrette mit zerstoßenen Mandeln ausprobiert (Rezept):

artischocke

Ganz schön kompliziert, so eine Artischocke. Zumindest, wenn man sie nicht oft zubereitet. Für Artischocken mit Vinaigrette würde ich vermutlich in Zukunft eher fertige Artischockenböden nehmen, das Dressing mit Honig und eingelegten Salzzitronen passte aber sehr gut.

Zwischengang

Gemeinsam mit einer Soße aus Tomaten, allerlei Gemüse und Wachtelbohnen fügten sich die Nudeln ganz gut in das mediterrane Menü (Rezept):

nudeln mit bohnen

Hauptgang

Eine Forelle wartete noch auf ihren großen Auftritt, den sie gemeinsam mit Zitronenkartoffeln hatte. Dazu habe ich sie mit Schinken gefüllt und in Alufolie auf einem Tomatenbett gebacken (Rezept).

forelle auf tomate

Vor Begeisterung leider etwas unscharf geratene Forelle …

zitronenkartoffeln

Auch diese Forelle war eine Überraschung: Nicht nur die Zubereitung war relativ einfach, sie schmeckte auch wirklich hervorragend – selbst für Fisch-Skeptiker wie mich. Die Zitronenkartoffeln waren eine gute Alternatie zu den allgegenwärtigen Rosmarinkartoffeln.

Dessert

Schokolade mit Salzkaramell – die liegt ein Schokotörtchen mit Salzkaramellkern nahe, besonders, wenn man Rachel Khoo mag. Die Schokolade versank also im Teig. Dazu gab es ein Riesling-Eis. Ganz ohne Eismaschine zubereitet, was sehr gut funktioniert.

schoko und eisEin Schokotörtchen geht immer, keine Frage. Aber auch das Eis war wirklich lecker.

Wein

Schüßlers spendierten auch die Weinbegleitung (mit einer 2/3 Flasche Riesling kann man ja keinen Abend bestreiten). Diese passte trotz Unkenntnis der Speisenfolge sehr gut, so dass wir folgende Weine empfehlen können:

wein

Chardonnay aus Kanada, Rotwein aus Portugal und Riesling von der Metro

Fazit

Schön wars. Und tatsächlich eine Herausforderung. Neue Zutaten, neue Zubereitungsarten und völlig neue Gerichte. Selber hätte ich mir garantiert keine Forelle gekauft, jetzt bin ich froh, dass ich eine zubereitet habe. Räuchern funktioniert auch ohne Räucherofen und Eis auch ohne Eismaschine – beides werde ich sicher demnächst noch einmal wiederholen.

Herzlichen Dank an Metro Cash & Carry für die schöne Idee und dass ich teilnehmen durfte (und besonderen Dank an Mirko Kriegel von der Metro Essen)!

P.S.: Rezepte gibt es natürlich auch, die werde ich aber der Übersichtlichkeit halber in eigene Posts packen.

9 Comments

  1. Liebe Sandra,
    was für eine schöne Idee, ein Video zu drehen! Und noch dazu all diese lecker aussehenden Sachen. Schön, dass es euch geschmeckt hat!

    Ab Anfang nächster Woche werden wir nach und nach auf dem METRO Genussblog die Beiträge aller Teilnehmer vorstellen und danach geht es dann ans Voting.

    Schön, dass Du dabei warst!

    Viele Grüße
    Anna
    METRO Cash & Carry

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.