Pastrami bei Maxi Eisen in Frankfurt

Pastrami? Kannte ich bis vor ein paar Monaten nicht. Nicht einmal durch „Sex and the City“. Auf einmal war aber in Deutschland Pastrami (nicht nur sprichwörtlich) in aller Munde. Zeit also, dass ich auch einmal Pastrami probiere.

In den USA kennt man Pastrami schon rund 100 Jahre: Rumänische Einwanderer brachten es nach New York und etablierten den beliebten Sandwich-Belag. Bevor Pastrami aufs Brot kommt, ist einiges an Arbeit notwendig: Das Rindfleisch wird gepökelt, heiß geräuchert und dann mariniert. Nach sechs Wochen ist es erst servierbereit. Das war vor der Etablierung des Kühlschranks notwendig, um das Fleisch haltbar zu machen.

Ich bin erst einmal an „Maxi Eisen„* in Frankfurt vorbeigelaufen. Es gibt nämlich kein besonders großes Schild und in der Gegend, die eine Mischung aus China-Town und Istanbul ist, gibt es viele Läden ohne Schild. Münchener, Ecke Weser Straße, direkt an der Ecke, mit Blick auf eine Kreuzung sitzt Maxi Eisen und ich bald auch an einem Tisch.

Während zwei kleine Jungs in einem Elektro-Ferrari auf dem Bordstein vorbei fahren, wähle ich ein Pastrami-Sandwich, dazu eine hausgemachte Limonade. Beides ist schnell da und macht schon auf den ersten Blick einen guten Eindruck.

pastrami

Pastrami Sandwich (groß) mit hausgemachter Limonade von Maxi Eisen

Das ist übrigens das große Sandwich, welches man aber wirklich nur mit ordentlich Hunger bestellen sollte. Ansonsten reicht die kleine Variante, wie mir auch die sehr nette Bedienung versicherte.

Am Nebentisch verputzte ein kleiner Junge in Begleitung von Oskar Melzer, einem der Besitzer, ein Stück Käsekuchen – in meinen Magen passte nichts mehr. Melzer hat übrigens schon 2012 einen Pastrami-Laden in Berlin eröffnet, das „Mogg & Melzer„. Bei meinem nächsten Berlin-Besuch werde ich dem mal einen Vergleichs-Besuch abstatten.

Fazit: Pastrami ist sehr lecker. Auch sehr teuer, aber das ist aufgrund der Vorbehandlung nachvollziehbar. Nichts für jeden Tag, aber ich esse es garantiert wieder. Und bei Maxi Eisen ist es nicht nur lecker, sondern auch noch sehr nett. Wer kein Pastrami-Sandwich möchte, bekommt natürlich auch andere Sachen. Auf jeden Fall sollte man aber die hausgemachte Limonade trinken.

* „Maxie Eisen“ war ein jüdischer Mafioso aus der Kosher Nostra, der zu der Zeit aktiv war, als Pastrami Anfang der Zwanziger New York eroberte.

Maxi Eisen, Münchnerstrasse 18, 60329 Frankfurt am Main

 

 

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