Reise, Reise #3 (10.5.)

Sonnenbrillenkauf. Nicht für mich. Ich räume die gesamte Brillenvitrine mit einer Handbewegung leer und setze mich dann lieber auf einen Stuhl. Bewegungslos.

Karneval der Kulturen mit Wasser im Blut. Auf dem Rasen Steel Drummer. Sehen ein bisschen aus wie VHS Berlin in Papageienkostümen, hören sich aber gut an.

U-Bahnhof Hallesches Tor. „It´s like New York now. But slower.“

Abends High-Noon in Prenzlauer Berg. Was auch immer in der Sparkasse passiert, erfordert viele Polizisten.

Im Biergarten Gespräche über Leben, Lieben, Sandwichtoaster und Berlin. Die unvermeidliche Frage. Nein, keinen Kontakt mehr. Zum Glück wird nicht nach Gründen gefragt. ich hätte keine Antwort.

Rolltreppe Hermannplatz, geplanter Verlust der Muttersprache. „Wie heisst du? Du hast so ein schönes Lächeln.“ Ich scheine so überzeugend verständnislos zu lächeln, dass die Frage „Sprichst du Deutsch?“ folgt. Nein, gerade nicht.

Plünderung des Kühlschranks. Nachts Oliven, Pepperoni und Käsecreme – ich fühle mich in Studentenzeiten zurückversetzt.

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