Schöner reisen #6 – Dignes-les-Bains nach Roquebrune-sur-argens

Morgens verschlafen wir – wir haben nicht mitbekommen, dass jemand während unseres Essens die Fensterläden geschlossen hat und denken, es ist noch tiefste Nacht. Frühstück bekommen wir trotzdem, inklusive selbst gemachter Marmelade und frisch gepresstem Saft.

Ich bin etwas enttäuscht, wir sind mitten in der Provence und nirgendwo ist Lavendel zu sehen. Der Hoteleigentümer schafft Abhilfe, ich kann ihm eine Lavendelseife und -essenz abkaufen. Demnächst werden meine Handtücher nach Lavendel duften. Dafür schreibe ich ihm auf deutsch auf, was Gäste zu tun haben, wenn die Handtücher gewechselt werden sollen. Typisch deutsch ist die Erklärung doppelt so lang wie auf französisch oder englisch.

Lavendelfelder gibt es natürlich, nur blühen die gerade kein bisschen.

Weil wir eine relativ kurze Strecke vor uns haben, entscheiden wir uns für einen kleinen Umweg über den Grand Canyon du Verdon. Schon der Lac St. Croix ist atemberaubend, wunderschön blaues Wasser, welches in den Verdon übergeht, der sich in einer tiefen Schlucht entlang der Berge schlängelt.

Richtung Roquebrune ändert sich die Landschaft immer mehr. Die Wiesen sind nicht mehr so satt, es ist steiniger und zwischendurch wachsen Palmen.

Gegen halb fünf sind wir in Roquebrune und finden „La Maurette“. Kurz nach unserer Ankunft werden wir vom Hausherren begrüsst, der uns bei einem Kaffee sieben seiner Rhodesian Ridgebacks vorstellt. Der Kaffee geht in Rosé über und wir gehen mit allen Hunden spazieren. Auf einem Plateau sitzen wir zwischen wildem Schopflavendel, während die Hunde die Umgebung erkunden. Man merkt ihnen an, wie zufrieden sie mit diesem freien Leben sind. Zurück am Haus gibt es Fressen für die Hunde, während wir weiter flüssig ernährt werden. Als es dunkler wird, sitzen wir am Pool, die Hunde laufen und liegen um uns herum. Nachdem der Hausherr gefahren ist, suchen wir gemeinsam mit einem ebenfalls einquartierten Pärchen etwas essbares. Der Mann findet zuerst das Klavier und serviert eine Runde Hausmusik. Später finden wir auch die Küche und plündern Kühlschrank und Brotkorb.

One Comment

  1. „man merkt ihnen an wie zufrieden sie mit diesem freien leben sind!“
    yep, nicht nur köter fühlen sich in der freien natur wohler als im moloch!!
    hiess denn wenigstens einer der wau-waus mugabe?? 😉

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