Tränenpalast

 

Tränenpalast 1962

Tränenpalast 1962; Quelle: Deutsches Bundesarchiv

Die Abfertigungshalle am Bahnhof Friedrichstraße diente der Abfertigung für die Ausreise von Berlin-Ost nach -West. Im Volksmund wurde der Bau „Tränenpalast“ genannt. Dieser Name verdeutlichte die vielen schmerzhaften Trennungen an dieser Stelle.

1962 errichtet, wirkte die Konstruktion aus Stahl und Glas hell und offen. Tatsächlich fand die Abfertigung aber unterhalb der großen Fenster statt und war so von außen nicht einsehbar.

Im September 2011 eröffnete das „Haus der Geschichte“ die Dauerausstellung „GrenzErfahrungen. Alltag der deutschen Teilung.“. Anhand von Originalobjekten wie den Grenzabfertigungskabinen, realen Geschichten von DDR-Flüchtlingen und vielen Ton- und Bilddokumenten erhält man einen kleinen Einblick in die Geschichte. Obwohl ich selber keinerlei Verbindung in die DDR hatte, haben mich insbesondere die biographischen Geschichten berührt. Noch interessanter wird die Ausstellung allerdings durch „Zeitzeugen“, ich wurde quasi gezwungen zu lauschen, als ein Vater seinen ca. 15jährigen Söhnen anhand des ausgestellten Modells den Weg durch die Kontrollen erläuterte und dass man immer das Gefühl gehabt habe, durch einen Tunnel zu gehen (tatsächlich der Verbindungsgang zwischen Tränenpalast und Bahnhof Friedrichstraße).

Di–Fr 9.00 – 19.00 Uhr; Sa, So und feiertags 10.00 – 18.00 Uhr
Der Eintritt in die Ausstellung ist frei.
Tränenpalast, Reichstagufer 17, 10117  Berlin

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