Yotam Ottolenghi: Genussvoll vegetarisch. mediterran-orientalisch-raffiniert – Salat mit Quinoa

 Salat mit Quinoa, Avocado und Dicken Bohnen 

Für 6 Personen

200 g Quinoa
500 g gepalte dicke Bohnen
2 mittelgroße Zitronen
2 kleine reife Avocado
2 Knoblauchzehen, zerdrückt
200 g Radieschen, der Länge nach halbiert
50 g lila Radieschensprossen
1 El gemahlener Kreuzkümmel
80 ml Olivenöl
2 Prisen Chiliflocken
Salz und schwarzer Pfeffer

Die Quinoakörner mit reichlich Wasser in einen Topf geben, zum Kochen bringen und 9 Minuten köcheln lassen. In ein feines Sieb abgiessen, unter fliessendem kaltem Wasser abspülen und abtropfen lassen.

Die Dicken Bohnen in einen Topf mit kochendem Wasser geben, wieder zum Kochen bringen und sofort in ein Sieb abgießen. Mit kaltem Wasser abschrecken und abtropfen lassen. Dann die Bohnen durch sanften Druck aus den Häutchen pressen, die Häutchen wegerfen.

Von den Zitronen mit Hilfe eines scharfen Messers jeweils das obere und das untere Ende abschneiden. Die Früchte aufrecht auf ein Schneidebrett stellen, dann der Rundung folgend die restliche Schale so abschneiden, dass auch die weiße Innenhaut entfernt wird. Nun die Zitronenfilets zwischen den Trennhäuten herausschneiden; dabei die Früchte über eine kleine Schüssel halten, um den Saft aufzufangen und die Filets hineinzulegen. Den restlichen Saft aus den Häuten drücken.

Die Avocados schälen und den Stein entfernen. Das Fruchtfleisch in dünne Scheiben schneiden und in die Schüssel mit den Zitronenfilets und dem Zitronensaft legen.

Sobald der Quinoa abgetropft ist, diesen ebenfalls zugeben. Die Dicken Bohnen, den Knoblauch, die Radieschen, die Hälfte der Radieschensprossen, den Kreuzkümmel, das Olivenöl, die Chiliflocken sowie etwas Salz und Pfeffer hinzufügen. Sehr behutsam vermischen, damit die Avocadoscheiben nicht zerbrechen. Probieren und nach Belieben mit Salz und Pfeffer nachwürzen. Auf einer Platte anrichten und mit den restlichen Radieschensprossen garnieren.

Das Kochbuch

Yottam Ottolenghi: Genussvoll vegetarisch (Amazon affiliate-Link)

24,95 €

Im Internet überschlugen sich die positiven Rezensionen und ich wollte mal ein „echtes“  vegetarisches Kochbuch – also habe ich es gekauft. Tatsächlich bin ich auch jedes Mal begeistert, wenn ich es zur Hand nehme, das daraus Kochen scheitert aber meist an exotischen Zutaten und daran, dass alle Gerichte unheimlich kompliziert wirken. Allerdings habe ich dank Ottolenghi nun Za´atar (beim Gewürzhähnchen von Donna Hay genutzt) und Sumach von Steenberg im Haus. Vielleicht werden das Kochbuch und ich noch wärmer miteinander…

Für Vegetarier geeignet

Wie der Name schon sagt – es ist ein vegetarisches Kochbuch.

Größe der Portionen

Für normale Esser ausreichend, für gute Esser würde ich vermutlich eher eine Portion mehr rechnen.

Optik

Anscheinend stören sich viele an dem wattierten lilanen Plastikeinband. Mich stört das nicht, im Gegenteil, von Plastik kann man eventuelle Küchenspritzer abwaschen. Und ansonsten zählt der Inhalt. Der ist schön, tolle ganzseitige Fotos und übersichtliche Gestaltung.

Verständlichkeit

Sehr gut verständlich und einfach beschrieben, wie man auch beim Quinoa-Salat am Beispiel „Zitronen filetieren“ sieht.

Schwierigkeitsgrad

Ich würde die Gerichte nicht unbedingt als schwierig bezeichnen, sondern eher als arbeitsaufwändig. Allerdings führt dies dazu, dass man nicht „mal eben schnell“ kochen kann und Anfänger wahrscheinlich auch keinen großen Spaß haben.

Besonderheit

Das Buch ist nicht klassisch nach „Hauptgericht“, „Dessert“ etc. unterteilt, sondern nach Zutaten. Wurzeln, Bohnen und Tomaten wurden ebenso eigene Kapitel gewidmet, wie Bohnen, Getreide und Hülsenfrüchten.

Was ich schon daraus gekocht habe

Fruchtiger Rotkohlsalat und Sobanudeln mit Aubergine und Mango. Beides war in Ordnung, hat uns aber nicht vom Hocker gerissen.

Das Kochbuch-Kochen-Gericht

Ich war eigentlich ganz zufrieden, obwohl es mir vom Geschmack her etwas zu neutral war. Der Mann hat die Hälfte seines Salates übrig gelassen – allerdings hatte er auch einen Großteil der Zitronenfilets. Insgesamt wird es wohl nicht noch einmal gekocht. Daher zwei Kochmützen*.

Fazit

Ich habe Ottolenghi noch nicht aufgegeben, vielleicht gerade, weil er von vielen so gelobt wird. Allerdings habe ich auch noch kein Rezept gefunden, was mir so gut gefallen hat, dass ich es ein zweites Mal kochen würde. Ich suche weiter…

* Die „Kochmützen-Bewertung ist ein Leserwunsch. 0 (verursacht Übelkeit) bis 5 Kochmützen (neues Lieblingsgericht) können vergeben werden. 3 stehen dabei für „wird nachgekocht“, 4 für „auf dem Weg zum Lieblingsgericht“.

4 Comments

  1. Ich freu mich ja, dass es noch andere Leute gibt, die mit diesem Ottolenghi nicht so viel anfangen können. Da fühlt man sich nicht so allein.

    Es liegt auch nicht am Vegetarischen. Ich hab sogar mal aus Versehen ein vegetarisches Kochbuch gekauft. Da waren die Rezepte alle so toll, ich hab erst viel später gemerkt, dass alles fleischlos ist. Aber Ottolenghi und ich, das klappt nicht so richtig.

    • Anne, vegetarisch ist bei mir ja so gar kein Problem, in Berlin gab es einmal im Monat Fleisch, wenn der Mann zu Besuch war. Aber der Ottolenghi… Ich freue mich jetzt aber auch, dass ich nicht alleine bin 🙂

    • Nike, wird ausprobiert. Ich lasse mich ja gerne überzeugen. Außerdem habe ich drei Kilo Couscous gekauft (das ist kein Scherz) und der muss ja auch mal genutzt werden.

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