Essen ersetzen: (Gemüse)Brühe

Gemüsebrühpulver findet vielseitigen Einsatz in Küchen. Als Würzmittel, als Basis für Soßen und tatsächlich auch als Basis für Suppen. Damit so ein Pülverchen auch eine kräftig schmeckende Suppe hervorbringt, enthalten viele Fertigpulver Glutamat.

Glutamat böse?

Mononatriumglutamat wird als gesundheitlich unbedenklich eingestuft. Ist es vermutlich auch, wenn man nicht gerade unter dem Chinarestaurant-Syndrom leidet. Im Schnitt verzehrt jeder Mensch 600 Milligramm industriell hergestelltes Mononatriumglutamat pro Tag (ca. 4 g pro Woche). Ich merke leider immer, wenn in meinem Essen Glutamat war – weil ich das Wasserglas dann nicht mehr vom Hals bekomme. Deshalb möchte ich in meinem selbstgekochten Essen kein Glutamat haben. Übrigens kommen Glutamate auch in Tomaten oder reifem Käse vor. Da ist mir allerdings noch kein erhöhtes Trinkbedürfnis nach dem Verzehr aufgefallen.

Hefeextrakt ist natürlich?

„Ohne Glutamat“ steht ganz dick auf der Tüte – an einer der vordersten Stellen in der Zutatenliste steht aber Hefeextrakt. Tatsächlich ist Hefeextrakt kein Glutamat, setzt aber welches frei. Was genau Hefeextrakt ist, steht netterweise auf der eigens zum Thema eingerichteten Internetseite: „Als natürliche Zutat fügt Hefeextrakt Geschmack hinzu und unterstützt zugleich den Eigengeschmack“. Dort steht auch, dass Hefeextrakt kein „Geschmacksverstärker“ ist, sondern „natürliches Aroma“. Deshalb muss Hefeextrakt – im Gegensatz zu Glutamat – im Imbiss oder Restaurant nicht als Geschmacksverstärker gekennzeichnet werden, da es sich um eine „Zutat“ und nicht um einen „Zusatzstoff“ handelt. 

Hefe- und Glutamatfreie Fertigvariante

Ich finde, dass gutes Gemüse und Kräuter weder Geschmacksverstärker noch zusätzliches Aroma brauchen und nutze deshalb ein Produkt ohne Hefe: „Würzl“ von Bruno Fischer (im 250 g Nachfüllbeutel ca. 2,29 Euro). Es gibt mehrere Varianten, die hefefreie ist extra gekennzeichnet. Für Hühner- und Rinderbrühe greife ich auf „Erntesegen“ zurück.

erntesegen

Selbstgemachte Brühe

Wer ganz sicher gehen will, was in seiner Brühe ist, der findet im Internet zahlreiche Rezepte, nach denen man eine eigene Gemüsebrühe kochen kann. Empfehlenswert ist es, auf Vorrat zu kochen und in Mengen von ca. 200 ml einzukochen/einzufrieren. Wer zum ersten Mal selbstgekochte Brühe probiert, wird vermutlich etwas enttäuscht sein: Der Geschmack ist viel feiner als bei fertigen Produkten und es ist auch nicht so salzig.

Selbstgemachtes Pulver für den Vorrat

Wer nicht so viel Stauraum (oder Gläser hat), möchte vielleicht lieber die platzsparende Pulvervariante im Vorrat haben. Pulver kann man ebenfalls selber herstellen, ich habe mich vor einiger Zeit an der Variante von Alexander Hermann versucht. Nachteil ist hier definitiv der Energieverbrauch.

selbstgemachtes-pulver

Gemüsewürze

Winterkatze machte mich mit ihrem Kommentar zum Einkoch-Post neugierig: Gemüsewürze? Da musste ich doch nachforschen und bin unter anderem auf dieses Rezept gestoßen. Frische Zutaten, kein Energieaufwand, geringes Volumen und lange Haltbarkeit – hört sich perfekt an. Gemüsewürze werde ich demnächst mal ausprobieren.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.