Rocko Schamoni: Fünf Löcher im Himmel

Ein Seesack voller Klamotten, eine Pistole und sein Tagebuch aus Jugendzeiten sind alles, was Paul nach 67 Lebensjahren noch bleibt, als er seine Wohnung verliert. Er wird ein wenig durch Hamburg gespült, landet schliesslich in Pockes Kneipe, der ihm Wellensittich Wolfgang und Auto anvertraut, weil er auf Weltreise gehen will. Die Weltreise dauert kürzer als geplant und so gehen Paul und Pocke gemeinsam auf (ziemlich ereignisreiche) Tour. Außerdem versucht Paul, zu seiner Jugendliebe Kontakt aufzunehmen, die nicht nur in seinem Tagebuch und einem Theaterstück vor 50 Jahren eine entscheidende Rolle gespielt hat.

Schwierig, Rocko Schamonis ersten „ernsten“ Roman einzuordnen. Ein bisschen ist er ein Roadmovie mit einer Hauptfigur im Pensionsalter. Gleichzeitig aber liest Paul in seinem Jugendtagebuch und erinnert sich an die Zeit, als er in die Schule beim Theaterstück „Die Leiden des jungen Werther“ mitspielte. Außerdem gibt es da noch das Drei-, wenn nicht gar Vierecksverhältnis während dieser Zeit – Werther lässt grüßen.

Keine leichte Kost, aber sehr spannend und fesselnd. Eines der wenigen Bücher, die mich auch nach dem (traurigen) Ende noch beschäftigt haben.

Eine Szene aus dem Buch haben Harald Schmidt, Rocko Schamoni, Kasper König, Clueso und Anke Engelke bei „Anke hat Zeit“ mit verteilten Rollen gelesen – sehenswert! Wer Szenen aus dem Buch nur von Rocko Schamoni vorgelesen hören möchte: Am 23. Januar 2015 liest er in der Zeche Carl in Essen.

Rocko Schamoni: Fünf Löcher im Himmel*, 16,99 Euro

 

Dieses Buch wurde mir vom Verlag als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Auf den Inhalt dieser Rezension hat der Verlag und/oder der Autor dieses Buches keinen Einfluss genommen.

*Amazon-Affiliate-Link, selbstverständlich ist das Buch auch über jede andere Buchhandlung, z.B. Schmitz in Essen oder Buchbox Berlin zu beziehen.

 

One Comment

  1. Hallo Sandra,

    interessante Rezension. Ich sehe das ganz anders und finde Schamonis Buch eher langatmig zu lesen. Vor allem zu Beginn fehlt mir in der Gegenwart die nötige Spannung und den Drang das Buch weiterzulesen. Den Twist zum Schluss finde ich gelungen. Da nimmt das Buch dann auch mehr Tempo auf.
    Ich habe viele positive Rezensionen gelesen, aber selber kann ich mich da nicht so ganz anschließen. Siehe auch auf meinem Blog, meine Rezension.

    Lg Leserstoff

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