Schöner reisen #5 – Guillestre nach Dignes-les-Bains

Morgens starten wir nach einem Frühstück mit selbstgemachter Johannisbeer-Marmelade von Vatter (nicht meinem) Guillestre Richtung Vars. Das Wetter ist herrlich, klarer Himmel und Sonnenschein, das Dach wird auf der Rückbank verstaut. Nach Vars liegt immer mehr Schnee. Den Col de Vars verpassen wir erst, fahren dann aber nochmal zurück. Schliesslich liegt er über 2000 Meter.

Kurz hinter dem Col übernehme ich das Steuer. Schwierig ist die Strecke erst noch nicht zu fahren. Aus unser Mittagspause wird wieder nichts. Die Creperie hat keine Crepes. Dafür halten kurz nach uns mehrere Harley-Fahrer. Sie kommen aus England und sind auf dem Weg nach St. Tropez, wo ein Harley-Treffen stattfindet. Einige von ihnen arbeiten für Harley und organisieren das Ganze. Sie haben Spaß an unserem Wagen und ich an ihren Mopeds. Wahrscheinlich werden sie weniger Spaß haben, wenn sie erfahren, dass sie nichts zu essen bekommen.

Ein Stück fahre ich noch weiter, bis die Straße immer kurvenreicher wird. Zum Glück übernimmt der Mann das Steuer. Digne-les-Bains ist unser Endpunkt für heute. Gegen zwei Uhr finden wir die Touristeninformation, welche sogar offen ist. Dort wird uns ein Hotel in einer alten Villa etwas außerhalb empfohlen. Angekommen merken wir, dass das genau die richtige Entscheidung war. Das Haus wird von einem Ehepaar geführt, der Großvater des Mannes hat in den 1940er Jahren das Haus gekauft. Rundherum ist ein wunderschöner Garten mit vielen Sitzmöglichkeiten, das ganze Haus ist mit alten Einrichtungsgegenständen ausgestattet.

Erstmal geht es entlang des Flusses zu Fuß nach Digne-les-Bains. Dort ist deutlich zu merken, dass der Ort eher auf Sommertouristen ausgelegt ist.

Während unserer Cafe-Pause sehen wir die Harley-Fahrer von mittags vorbeifahren. Es handelt sich übrigens um ein „Restaurant“. In dem es aber nichts zu essen gibt. Dafür schickt der Kellner den Mann zu einer Bäckerei in der Nähe.

Abends gibt es ein Menu im Hotel. Frisch von der Dame des Hauses zubereitet und von vorne bis hinten lecker. Ich esse sogar den „Fromage“, wenn auch nur den Ziegenkäse.

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